Allgemeine Informationen
Bei Melonen entscheidet nicht die Handelsklasse über die Abnahme, sondern der Zuckergehalt in Grad Brix zusammen mit dem Zielgewicht je Frucht. Melonen reifen nach der Ernte nur begrenzt nach, der Zuckergehalt steigt nach dem Schnitt nicht mehr an. Diese Seite nennt je Handelsform die Werte für Ihre Spezifikation sowie den Messpunkt, an dem der Brixwert bestimmt wird. Die Verfügbarkeit prüfen wir je Kalenderwoche.
- Handelsformen
- Wassermelonen, Honigmelonen, Galiamelonen
- Vermarktungsnorm
- allgemeine Vermarktungsnorm, keine Handelsklassen nach EU-RechtDelegierte Verordnung (EU) 2023/2429, Anhang I Teil A
- Mindestzuckergehalt
- 8 Grad Brix, für den Charentais-Typ 10 Grad Brix, gemessen in der Mitte der Frucht auf Höhe des größten QuerdurchmessersUNECE FFV-23 und FFV-37, Handelsmaßstab und kein EU-Recht
- Übliches Erntefenster der Herkunft
- April bis AugustSaisonverlauf der Anbauregion, keine Lieferzusage
- Transporttemperatur
- Wassermelonen 10 bis 15 °C, Honigmelonen 7 bis 10 °C, Galiamelonen 2 bis 7 °CUSDA Agriculture Handbook 66
- Status
- Verfügbarkeit auf Anfrage
Einordnung
Melonen als eigene Disposition im Sommersortiment
Melonen sind die einzige Warengruppe dieses Sortiments, deren Hauptfenster im Sommerhalbjahr liegt. Das übliche Erntefenster der Herkunft reicht von April bis August und beschreibt den Saisonverlauf der Anbauregion, nicht eine Zusage für eine Kalenderwoche. Für die Jahresplanung heißt das: Melonen laufen gegenläufig zu Tomaten, Paprika und Gurken, deren Fenster von Oktober bis Mai reicht.
Die drei Handelsformen dieser Seite verlangen drei verschiedene Behandlungen. Wassermelonen sind nicht klimakterisch, sie reifen nach der Ernte nicht weiter und vertragen keine Kälte unter etwa 10 °C. Galiamelonen sind klimakterisch, sie werden nach der Ernte weicher und aromatischer, sie erzeugen dabei erhebliche Mengen Ethylen und lagern deutlich kälter. Honigmelonen aus der Inodorus-Gruppe reifen ebenfalls kaum nach, sie sind dafür die haltbarste der drei Formen. Eine Mischladung mit einer gemittelten Temperatur bildet keine dieser drei Anforderungen richtig ab.
Zur Herkunftsangabe gehört ein Hinweis, den der Einkauf kennen muss. Für Obst und Gemüse mit Ursprung in den Regionen Laâyoune-Sakia El Hamra sowie Dakhla-Oued Eddahab tritt seit dem 4. Oktober 2025 die Angabe der Ursprungsregion an die Stelle der Landesangabe. Grundlage sind der Beschluss (EU) 2025/2022 des Rates vom 2. Oktober 2025 sowie die Delegierte Verordnung (EU) 2025/2652, die dazu die Vermarktungsnormen ändert. Maßgeblich ist die Region, die im begleitenden Ursprungszeugnis steht. Wir behaupten deshalb keine einheitliche Herkunft für das gesamte Sortiment.
- Das Erntefenster der Herkunft liegt üblicherweise zwischen April und August, es ersetzt keine Aussage zu einer einzelnen Kalenderwoche.
- Die Herkunftsangabe je Charge entnehmen Sie den Ursprungsdokumenten, nicht einer pauschalen Angabe auf dieser Seite.
- Art, Sorte, Zielgewicht je Frucht, Mindestwert in Grad Brix mit Messpunkt, Kernlosigkeit, Gebinde und Aufmachung legen wir vor der ersten Bestellung schriftlich fest.

Melonen, Handelsform
Wassermelonen
Die Wassermelone ist die schwerste Position dieses Sortiments und reift nach der Ernte nicht mehr nach.
Die Wassermelone gehört als Citrullus lanatus zu den Kürbisgewächsen. Die Frucht ist rund bis länglich, die haarlose Schale reicht von hellgelbgrün bis nahezu schwarz und ist einfarbig, gestreift oder marmoriert. Unter der dünnen, festen Außenschale liegt eine weiße innere Schalenschicht von bis zu etwa 25 mm, darunter das Fruchtfleisch, das bei den handelsüblichen Sorten rot oder gelb ausfällt. Im europäischen Handel laufen die Gewichtsstufen 1 bis 4 kg für Minifrüchte, 4 bis 8 kg für kleine bis mittlere, 7 bis 12 kg für mittlere bis große sowie 10 bis 20 kg für sehr große Früchte.
Im Handel wird zwischen kernhaltiger und kernarmer Ware unterschieden. Die kernarme Ware, im Handel kernlos genannt, besteht aus triploiden Hybriden. Sie entstehen aus der Kreuzung einer tetraploiden Mutterlinie mit einer diploiden Vaterlinie, weshalb die Samenanlagen nicht ausreifen. Für den Anbau bedeutet das einen Mehraufwand: Triploide Pflanzen bilden kaum keimfähigen Pollen, brauchen für den Fruchtansatz aber trotzdem eine Bestäubung. Deshalb steht als Faustregel eine diploide Bestäuberpflanze auf zwei bis drei triploide Pflanzen im Bestand. Der Embryo im triploiden Samen füllt nur etwa 80 Prozent der Samenhöhle und sitzt in einer dicken Schale, was die Keimung erschwert und eine Jungpflanzenanzucht statt einer Direktsaat verlangt. Kernlose Ware liegt aus diesen Gründen im Preis über kernhaltiger.
Für die Abnahme ist die entscheidende Eigenschaft, dass die Wassermelone nicht klimakterisch ist. Sie reift nach dem Schnitt nicht weiter und der Zuckergehalt steigt nicht mehr an. Eine zu früh geerntete Frucht wird auf dem Weg nicht süßer, sie wird nur älter. Der Brixwert bei Wareneingang ist damit im Wesentlichen der Brixwert bei der Ernte, weshalb dieser Wert in die Spezifikation gehört und nicht in ein Nachgespräch.
Reife wird an der Frucht selbst abgelesen. Mit dem Erreichen der Erntereife wechselt der Bodenfleck, also die Aufliegefläche am Boden, von Weiß nach blassgelb. Die Ranke am nächstgelegenen Stielansatz wird braun und trocken, die Oberfläche verliert den Glanz und wirkt matt und unregelmäßig. Die Klopfprobe ergänzt das Bild: Unreife Früchte geben einen hellen, metallischen Klang, reife Früchte klingen dumpf.
Worauf der Einkauf achtet
- Hohlherzigkeit ist ein Riss im Herzen der Frucht, der von außen nicht zu sehen ist. Hauptursache ist eine unzureichende Bestäubung, begünstigt durch kaltes Wetter sowie geringe Bienenaktivität zur Blüte. Sie entsteht damit vor der Ernte und lässt sich nur am aufgeschnittenen Stück feststellen, deshalb gehört eine zerstörende Stichprobe in die Wareneingangsprüfung.
- Kernlose Ware neigt stärker zur Hohlherzigkeit als kernhaltige, gelbfleischige Sorten sind besonders anfällig. Steht die Bestäuberpflanze weiter als etwa 1,8 m entfernt, steigt der Anteil betroffener Früchte deutlich. Ein indirektes Zeichen ist eine dreieckige Form im Anschnitt.
- Ein weißer statt blassgelber Bodenfleck sowie eine glänzende Schale weisen auf eine zu frühe Ernte hin. Bei einer Frucht, die nicht nachreift, bleibt der Zuckergehalt dann dauerhaft unter dem vereinbarten Wert.
- Wassermelonen sind schwach in der Ethylenproduktion, reagieren aber äußerst empfindlich auf Ethylen. Schon 5 µl/l führen zu weichem Fleisch, dünner werdender Schale, verblassender Fleischfarbe und Überreife.
- Ein Kälteschaden zeigt sich als braune Verfärbung der Schale, als Grübchenbildung, als verblassende Fleischfarbe und als Geschmacksverlust. Sichtbar wird er häufig erst nach der Rückkehr in die Wärme, also beim Empfänger.
- Kernlose Ware ist nur kernarm. Weiche, unausgereifte Samenschalen sind sortentypisch und kein Mangel, weshalb die Beschreibung in der Spezifikation stehen sollte, bevor die erste Reklamation darauf gestützt wird.
- Fallenlassen beim Umschlag ist bei dieser Warengruppe kein kleiner Fehler. Der Schaden ist im Moment des Aufpralls oft nicht sichtbar und entwickelt sich unterwegs zu Druckstellen im Fruchtfleisch.
Merkmale Wassermelonen
- Art
- Citrullus lanatus, nicht klimakterisch, keine Nachreife nach der ErnteUSDA Agriculture Handbook 66, University of Maryland Extension
- Kernigkeit
- kernhaltig oder kernarm, im Handel kernlos genannt, triploide HybridenAlabama Cooperative Extension System
- Zuckergehalt
- mindestens 8 Grad Brix, gemessen in der Mitte der Frucht auf Höhe des größten QuerdurchmessersUNECE FFV-37, kein EU-Recht
- Klassen nach UNECE
- Klasse Extra, Klasse I und Klasse II, nur bei vertraglichem Verweis auf die NormUNECE FFV-37, kein EU-Recht
- Stückgewicht
- übliche Stufen 1 bis 4 kg, 4 bis 8 kg, 7 bis 12 kg sowie 10 bis 20 kgCBI, niederländische Außenhandelsförderung, Markteintritt Wassermelonen
- Gleichmäßigkeit im Packstück
- höchstens 2 kg Gewichtsunterschied, höchstens 3,5 kg, wenn die leichteste Frucht über 6 kg wiegtUNECE FFV-37, kein EU-Recht
- Lagertemperatur
- 10 bis 15 °C bei etwa 90 Prozent relativer Feuchte, unterhalb von etwa 10 °C droht ein KälteschadenUSDA Agriculture Handbook 66
- Haltbarkeit nach Ernte
- Verzehr innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der ErnteUSDA Agriculture Handbook 66
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Art | Citrullus lanatus, nicht klimakterisch, keine Nachreife nach der ErnteUSDA Agriculture Handbook 66, University of Maryland Extension |
| Kernigkeit | kernhaltig oder kernarm, im Handel kernlos genannt, triploide HybridenAlabama Cooperative Extension System |
| Zuckergehalt | mindestens 8 Grad Brix, gemessen in der Mitte der Frucht auf Höhe des größten QuerdurchmessersUNECE FFV-37, kein EU-Recht |
| Klassen nach UNECE | Klasse Extra, Klasse I und Klasse II, nur bei vertraglichem Verweis auf die NormUNECE FFV-37, kein EU-Recht |
| Stückgewicht | übliche Stufen 1 bis 4 kg, 4 bis 8 kg, 7 bis 12 kg sowie 10 bis 20 kgCBI, niederländische Außenhandelsförderung, Markteintritt Wassermelonen |
| Gleichmäßigkeit im Packstück | höchstens 2 kg Gewichtsunterschied, höchstens 3,5 kg, wenn die leichteste Frucht über 6 kg wiegtUNECE FFV-37, kein EU-Recht |
| Lagertemperatur | 10 bis 15 °C bei etwa 90 Prozent relativer Feuchte, unterhalb von etwa 10 °C droht ein KälteschadenUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Haltbarkeit nach Ernte | Verzehr innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der ErnteUSDA Agriculture Handbook 66 |
Gebinde und Palettierung
- Wassermelonen laufen üblicherweise lose in Großkisten. Eine Wellpappe-Großkiste fasst rund 454 kg netto, sie wird nicht in Steigen unterteilt.
- Als zweite Aufmachung sind Kartons mit drei bis sechs Früchten je nach Fruchtgröße gebräuchlich. Solche Kartons brauchen Einlagen, die das Gewicht der Früchte abstützen, sonst gibt die untere Lage nach.
- Bei loser Schüttung im Transportmittel verlangt die UNECE-Norm die Kennzeichnungsangaben nicht am Packstück, sondern auf einem im Inneren des Fahrzeugs sichtbar angebrachten Warenbegleitpapier. Eine Größenangabe ist dann nicht erforderlich. Wer trotzdem eine Sortierung braucht, vereinbart sie ausdrücklich.
- Wassermelonen werden häufig nicht vorgekühlt und teils in ungekühlten Fahrzeugen versandt. Ob vorgekühlt wird und mit welchem Verfahren, gehört deshalb ausdrücklich in die Bestellung. In Großkisten kühlt die Ware langsam durch, weil die Luft im Inneren der Kiste kaum zirkuliert.
Hauptfenster Wassermelonen: Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten. Im Fenster liegen April, Mai, Juni, Juli und August. Außerhalb liegen Januar, Februar, März, September, Oktober, November und Dezember. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.
Das Hauptfenster umfasst Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten.
- Monat im Hauptfenster
- Monat außerhalb
Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.
Die Monatsleiste zeigt das übliche Erntefenster der Herkunft, sie ist keine Zusage für eine Kalenderwoche. Verbindlich werden Menge und Termin erst mit unserer Auftragsbestätigung.

Melonen, Handelsform
Honigmelonen
Honigmelonen sind glattschalige Wintermelonen mit langer Haltbarkeit und ohne deutliche Farbanzeige der Reife.
Unter Honigmelonen fasst der Handel die Wintermelonen aus der Inodorus-Gruppe von Cucumis melo zusammen. Dazu gehören neben der Honeydew auch die Casaba, die Crenshaw, die gelbe Kanarische mit dem Handelsnamen Amarillo sowie die spanische Piel de Sapo. Gemeinsam ist ihnen die glatte bis gefurchte Schale ohne ausgeprägtes Netz, das helle Fleisch von weißlich über grünlich bis lachsfarben und ein zurückhaltendes Aroma. Der Gruppenname Inodorus, also geruchlos, beschreibt genau diesen Punkt.
Die Inodorus-Gruppe ist nicht oder nur schwach klimakterisch. Untersuchungen zum Reifeverhalten der Sortengruppen ordnen Piel de Sapo ausdrücklich den nicht klimakterischen Typen zu, mit niedrigen und gleichbleibenden Ethylenwerten. Für die Abnahme heißt das dasselbe wie bei der Wassermelone: Der Zuckergehalt wird auf dem Feld festgelegt und steigt danach nicht mehr an.
Die Reifebestimmung ist bei dieser Gruppe schwieriger als bei den beiden anderen, weil die Schale sich nur wenig verfärbt. Als Merkmale gelten der Wechsel der Schalenfarbe von blassgrün nach cremefarben, eine wachsig wirkende Oberfläche, ein auf Daumendruck leicht nachgebender Blütenansatz sowie ein angenehmer Duft. Kalte Ware und unreife Ware duften kaum, weshalb eine Duftprobe an einer eben aus dem Kühlraum gezogenen Frucht wenig aussagt.
Honigmelonen sind die haltbarste der drei Handelsformen. Am Stiel geschnittene Ware lässt sich bei 10 °C und 90 bis 95 Prozent relativer Feuchte bis zu drei Wochen führen. Ware, die sich beim Reifen von selbst vom Stiel gelöst hat, sowie mit Ethylen behandelte Ware sind deutlich empfindlicher, sie werden am unteren Rand des Führungsbereichs bei 7 °C und 95 Prozent geführt und halten dort noch sieben bis zehn Tage. Unterhalb von 7 °C setzt auch bei dieser Ware der Kälteschaden ein.
Worauf der Einkauf achtet
- Eine noch grüne, nicht wachsig wirkende Schale zeigt eine zu frühe Ernte an. Der Zuckergehalt steigt danach nicht mehr an, weshalb solche Ware dauerhaft unter dem vereinbarten Wert bleibt.
- Ein vollständig gelber, weicher Blütenansatz an Crenshaw-Typen bedeutet Überreife. Die Restlaufzeit ist dann bereits verbraucht.
- Druck, Quetschungen, Scheuerstellen und Schnitte führen zu Austrocknung, wassergetränkten Stellen, innerem Zusammenbruch und Verfärbung der Schale. Honigmelonen sollten deshalb nie mehr als 60 cm fallen.
- Ein Kälteschaden zeigt sich als Grübchenbildung sowie als dunkle, langgestreckte fleckige Läsionen auf der Schale. Geführt wird zwischen 7 und 10 °C. Unterhalb von 7 °C ist der Schaden angelegt.
- Alternaria- und Cladosporium-Fäulen entstehen als Folge von Kälteschäden, Schnitten, Einstichen oder zu langer Lagerung. Sie sind ein Befund der Führung und nicht der Sortierung.
Merkmale Honigmelonen
- Art
- Cucumis melo, Inodorus-Gruppe, glatte bis gefurchte Schale ohne ausgeprägtes NetzUSDA Agriculture Handbook 66
- Fleischfarbe
- überwiegend grünlich weiß, sortenabhängig auch gelblich oder lachsfarbenUSDA Agriculture Handbook 66
- Zuckergehalt
- mindestens 8 Grad Brix nach UNECE, die US-Handelsnorm verlangt 8 Prozent lösliche Trockensubstanz und in Kalifornien 10 ProzentUNECE FFV-23 sowie USDA Agriculture Handbook 66, beides kein EU-Recht
- Klassen nach UNECE
- nur Klasse I und Klasse II, eine Klasse Extra kennt die Melonennorm nichtUNECE FFV-23, kein EU-Recht
- Mindestgröße nach UNECE
- 300 g je Frucht oder 8,0 cm DurchmesserUNECE FFV-23, kein EU-Recht
- Gleichmäßigkeit im Packstück
- die schwerste Frucht höchstens 50 Prozent schwerer als die leichteste, bei Sortierung nach Durchmesser höchstens 20 Prozent UnterschiedUNECE FFV-23, kein EU-Recht
- Größensortierung im Karton
- als Stückzahl je Karton, in der US-Praxis 4, 5, 6, 8 oder 9 Früchte je 13,6-kg-KartonUSDA Agriculture Handbook 66
- Lagertemperatur
- Führung bei 7 bis 10 °C und 90 bis 95 Prozent relativer Feuchte, unterhalb von 7 °C droht ein KälteschadenUSDA Agriculture Handbook 66
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Art | Cucumis melo, Inodorus-Gruppe, glatte bis gefurchte Schale ohne ausgeprägtes NetzUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Fleischfarbe | überwiegend grünlich weiß, sortenabhängig auch gelblich oder lachsfarbenUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Zuckergehalt | mindestens 8 Grad Brix nach UNECE, die US-Handelsnorm verlangt 8 Prozent lösliche Trockensubstanz und in Kalifornien 10 ProzentUNECE FFV-23 sowie USDA Agriculture Handbook 66, beides kein EU-Recht |
| Klassen nach UNECE | nur Klasse I und Klasse II, eine Klasse Extra kennt die Melonennorm nichtUNECE FFV-23, kein EU-Recht |
| Mindestgröße nach UNECE | 300 g je Frucht oder 8,0 cm DurchmesserUNECE FFV-23, kein EU-Recht |
| Gleichmäßigkeit im Packstück | die schwerste Frucht höchstens 50 Prozent schwerer als die leichteste, bei Sortierung nach Durchmesser höchstens 20 Prozent UnterschiedUNECE FFV-23, kein EU-Recht |
| Größensortierung im Karton | als Stückzahl je Karton, in der US-Praxis 4, 5, 6, 8 oder 9 Früchte je 13,6-kg-KartonUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Lagertemperatur | Führung bei 7 bis 10 °C und 90 bis 95 Prozent relativer Feuchte, unterhalb von 7 °C droht ein KälteschadenUSDA Agriculture Handbook 66 |
Gebinde und Palettierung
- Honigmelonen laufen in Kartons mit einer festen Stückzahl. Die Größe wird über die Stückzahl je Karton angegeben, nicht über einen Durchmesser.
- In der US-Praxis liegt der Bezugskarton bei 13,6 kg mit 4, 5, 6, 8 oder 9 Früchten, das ergibt rechnerisch 1,5 bis 3,4 kg je Frucht. Das europäische Kartongewicht weicht davon ab, weshalb Nettogewicht je Karton und Stückzahl je Karton beide in die Spezifikation gehören.
- Kartons für Melonen brauchen eine ausreichende Wandsteifigkeit, weil die Ladeeinheit über mehrere Lagen Druck aufbaut. Lagen je Palette und Gesamthöhe der Ladeeinheit halten wir je Position fest.
- Ein Innenliner im Karton verringert den Feuchtigkeitsverlust und verlängert die Lagerfähigkeit. Ob er eingesetzt wird, geben Sie mit der Bestellung vor.
Hauptfenster Honigmelonen: Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten. Im Fenster liegen April, Mai, Juni, Juli und August. Außerhalb liegen Januar, Februar, März, September, Oktober, November und Dezember. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.
Das Hauptfenster umfasst Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten.
- Monat im Hauptfenster
- Monat außerhalb
Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.
Die Monatsleiste zeigt das übliche Erntefenster der Herkunft, sie ist keine Zusage für eine Kalenderwoche. Verbindlich werden Menge und Termin erst mit unserer Auftragsbestätigung.

Melonen, Handelsform
Galiamelonen
Die Galiamelone ist eine Netzmelone, sie reift nach der Ernte weiter und ist die empfindlichste der drei Handelsformen.
Die Galiamelone gehört zur Reticulatus-Gruppe von Cucumis melo, also zu den Netzmelonen. Kennzeichnend sind ein feines, gleichmäßiges Netz auf der Schale, eine runde Form und grünes Fleisch. Damit unterscheidet sie sich von den orangefleischigen Netzmelonen desselben Sortenkreises, die im Handel als Cantaloupe geführt werden, sowie von der französischen Charentais mit ihrer graugrünen, nur schwach genetzten Schale. Der Handelstyp gehört deshalb in die Bestellung, weil die UNECE-Norm für den Charentais-Typ einen Mindestwert von 10 Grad Brix verlangt und für alle übrigen Typen 8 Grad Brix.
Netzmelonen sind klimakterisch. Sie produzieren nach der Ernte 10 bis 100 µl Ethylen je Kilogramm und Stunde und werden dabei weicher und aromatischer. Zwei Folgerungen daraus gehören in jede Disposition. Erstens ist die Galiamelone in einer Mischladung selbst die Ethylenquelle und schadet ethylenempfindlicher Ware, darunter Wassermelonen. Zweitens verkürzt jede zusätzliche Ethylenbelastung von außen ihre eigene Haltbarkeit.
Die Nachreife hat eine harte Grenze, die im Einkauf regelmäßig unterschätzt wird. Weichwerden und Aroma nehmen nach der Ernte zu, der Zuckergehalt nicht. Eine Behandlung mit Ethylen bringt zu früh geerntete Netzmelonen nicht zur Reife und sie hält den normalen Rückgang des Zuckergehalts nach der Ernte nicht auf. Ware, die vor Ausbildung der Ablösezone durch Schneiden des Stiels geerntet wurde, entwickelt wenig Aroma, bleibt im Zuckergehalt niedrig und reift nicht sauber aus.
Der Erntezeitpunkt wird an der Ablösezone am Stielansatz abgelesen. Mit beginnender Reife bildet sich dort eine Trennschicht. Kommerziell wird geerntet, wenn sich der Stiel zur Hälfte von der Frucht gelöst hat, im Handel als half slip bezeichnet. Parallel wechselt die Grundfarbe der Schale zwischen den Netzlinien von Grün nach Gelb. Beide Merkmale sind bei Wareneingang prüfbar und gehören mit einer Stufenangabe in die Spezifikation.
Worauf der Einkauf achtet
- Ein glatt geschnittener Stielansatz ohne Trennschicht zeigt eine zu frühe Ernte an. Solche Ware bleibt im Aroma und im Zuckergehalt zurück und reift auch mit Ethylen nicht nach.
- Ein nasser, schmieriger Stielansatz ist ein eigenständiger Beanstandungsgrund. Er ist Eintrittsstelle für Fäulen und im Wareneingang ohne Aufschneiden erkennbar.
- Fusarium-Fäule ist die häufigste Nachernte-Krankheit dieser Gruppe. Vor der Ernte fehlt oft jedes Anzeichen, nach der Ernte bilden sich im Inneren zahlreiche schwammige weiße Läsionen. Das lässt sich nur am aufgeschnittenen Stück feststellen.
- Sonnenschaden zeigt sich als fleckige Grundfarbe, als Bronzeton und als verfärbtes Netz, stark geschädigtes Gewebe sinkt ein oder runzelt. Eine Bräunung der Längslinien zwischen den Netzflächen stammt von Sonne oder Hitze zum Erntezeitpunkt.
- Netzmelonen sind leicht zu verletzen und sollten nie mehr als 60 cm fallen. Scheuerstellen am Netz entstehen an ungepolsterten Bandanlagen und sind an der Ware ablesbar.
Merkmale Galiamelonen
- Art
- Cucumis melo, Reticulatus-Gruppe, feines gleichmäßiges Netz, runde Form, grünes FleischUSDA Agriculture Handbook 66
- Reifeverhalten
- klimakterisch, Ethylenproduktion 10 bis 100 µl je Kilogramm und StundeUSDA Agriculture Handbook 66
- Erntereife
- Ablösezone am Stielansatz zur Hälfte gelöst, Grundfarbe im Wechsel von Grün nach GelbUSDA Agriculture Handbook 66
- Zuckergehalt
- mindestens 8 Grad Brix nach UNECE, für den Charentais-Typ 10 Grad Brix, die US-Handelsnorm verlangt 11 Prozent für die höchste und 9 Prozent für die folgende KlasseUNECE FFV-23 sowie USDA Agriculture Handbook 66, beides kein EU-Recht
- Klassen nach UNECE
- nur Klasse I und Klasse II, eine Klasse Extra kennt die Melonennorm nichtUNECE FFV-23, kein EU-Recht
- Mindestgröße nach UNECE
- 250 g je Frucht oder 7,5 cm Durchmesser für Galia-, Ogen- und Charentais-TypenUNECE FFV-23, kein EU-Recht
- Größensortierung im Karton
- als Stückzahl je Karton, in der US-Praxis 9, 12, 15, 18, 23 oder 30 Früchte je 18-kg-KartonUSDA Agriculture Handbook 66
- Lagertemperatur
- 2 bis 7 °C bei 95 Prozent relativer Feuchte, Haltbarkeit 10 bis 14 TageUSDA Agriculture Handbook 66
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Art | Cucumis melo, Reticulatus-Gruppe, feines gleichmäßiges Netz, runde Form, grünes FleischUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Reifeverhalten | klimakterisch, Ethylenproduktion 10 bis 100 µl je Kilogramm und StundeUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Erntereife | Ablösezone am Stielansatz zur Hälfte gelöst, Grundfarbe im Wechsel von Grün nach GelbUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Zuckergehalt | mindestens 8 Grad Brix nach UNECE, für den Charentais-Typ 10 Grad Brix, die US-Handelsnorm verlangt 11 Prozent für die höchste und 9 Prozent für die folgende KlasseUNECE FFV-23 sowie USDA Agriculture Handbook 66, beides kein EU-Recht |
| Klassen nach UNECE | nur Klasse I und Klasse II, eine Klasse Extra kennt die Melonennorm nichtUNECE FFV-23, kein EU-Recht |
| Mindestgröße nach UNECE | 250 g je Frucht oder 7,5 cm Durchmesser für Galia-, Ogen- und Charentais-TypenUNECE FFV-23, kein EU-Recht |
| Größensortierung im Karton | als Stückzahl je Karton, in der US-Praxis 9, 12, 15, 18, 23 oder 30 Früchte je 18-kg-KartonUSDA Agriculture Handbook 66 |
| Lagertemperatur | 2 bis 7 °C bei 95 Prozent relativer Feuchte, Haltbarkeit 10 bis 14 TageUSDA Agriculture Handbook 66 |
Gebinde und Palettierung
- Galiamelonen laufen in Kartons mit fester Stückzahl. Der US-Bezugskarton fasst 18 kg mit 9, 12, 15, 18, 23 oder 30 Früchten, das ergibt rechnerisch 0,6 bis 2,0 kg je Frucht.
- Im europäischen Exportgeschäft sind ein 10-kg-Karton im Modulmaß 600 mal 400 mm sowie ein 5-kg-Karton im Format 400 mal 300 mm gebräuchlich. Das erste Format ergibt vier Einheiten je Lage auf der Europalette, das zweite acht.
- Nettogewicht je Karton und Stückzahl je Karton gehören beide in die Spezifikation, weil erst beide zusammen das Zielgewicht je Frucht ergeben.
- Ein Innenliner im Karton verringert den Feuchtigkeitsverlust und verlängert die Lagerfähigkeit. Bei Netzmelonen ist er zugleich ein Schutz gegen Scheuern des Netzes.
- Die Vorkühlung auf 10 bis 15 °C Kerntemperatur kurz nach der Ernte verzögert das Ausreifen und hält den Zuckergehalt. Sie ist bei dieser Handelsform der wirksamste einzelne Schritt für die Restlaufzeit.
Hauptfenster Galiamelonen: Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten. Im Fenster liegen April, Mai, Juni, Juli und August. Außerhalb liegen Januar, Februar, März, September, Oktober, November und Dezember. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.
Das Hauptfenster umfasst Apr bis Aug. Das sind fünf von zwölf Monaten.
- Monat im Hauptfenster
- Monat außerhalb
Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.
Die Monatsleiste zeigt das übliche Erntefenster der Herkunft, sie ist keine Zusage für eine Kalenderwoche. Verbindlich werden Menge und Termin erst mit unserer Auftragsbestätigung.
Saison
Lieferfenster im Jahresverlauf
Das übliche Erntefenster der Herkunft reicht von April bis August und liegt damit gegenläufig zum Wintersortiment dieser Seite. Diese Angabe beschreibt den Saisonverlauf und ist keine Zusage für eine bestimmte Kalenderwoche.
Hauptfenster Melonen: April bis August. Das sind fünf von zwölf Monaten. Im Fenster liegen April, Mai, Juni, Juli und August. Außerhalb liegen Januar, Februar, März, September, Oktober, November und Dezember. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.
Das Hauptfenster umfasst April bis August. Das sind fünf von zwölf Monaten.
- Monat im Hauptfenster
- Monat außerhalb
Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.
Diese Angabe beschreibt das übliche Erntefenster. Sie ist eine Marktorientierung und keine Lieferzusage. Verbindlich wird ein Lieferfenster erst mit der Auftragsbestätigung.
Qualität und Normen
Vermarktungsnorm, Zuckergehalt und Messpunkt
Melonen und Wassermelonen unterliegen keiner speziellen Vermarktungsnorm. Maßgeblich ist seit dem 1. Januar 2025 die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429. Ihr Artikel 4 Absatz 1 zählt zusammen mit Anhang I Teil B genau elf Erzeugnisse mit eigener Norm abschließend auf: Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Gemüsepaprika, Kiwis, Pfirsiche und Nektarinen, Salate mit krauser Endivie und Eskariol, Tafeltrauben, Tomaten sowie Zitrusfrüchte. Melonen stehen nicht darauf. Für sie gilt die allgemeine Vermarktungsnorm nach Anhang I Teil A.
Daraus folgt der häufigste Irrtum dieser Warengruppe. Es gibt für Melonen keine Handelsklassen Extra, Klasse I und Klasse II nach EU-Recht. Wer bei Melonen Klasse I bestellt, beruft sich nicht auf eine EU-Vermarktungsnorm, sondern trifft eine Vereinbarung, die ihren Inhalt erst durch die Spezifikation bekommt. Die allgemeine Norm verlangt nur Mindesteigenschaften: ganz, gesund, sauber, praktisch frei von sichtbaren Fremdstoffen sowie praktisch frei von Schädlingen und deren Schäden am Fruchtfleisch, dazu frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit und frei von fremdem Geruch. Die Erzeugnisse müssen genügend entwickelt sein, ohne überentwickelt zu sein, sie müssen Transport und Hantierung aushalten.
Für Klassen und für einen Mindestzuckergehalt gibt es einen Weg, der rechtlich sauber ist. Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung stellt Erzeugnisse, deren Übereinstimmung mit einer geltenden Norm der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa nachgewiesen ist, der allgemeinen Vermarktungsnorm gleich. Für Melonen ist das die Norm FFV-23, für Wassermelonen die Norm FFV-37. Beide Normen sind kein EU-Recht, sie kennen aber Klassen und einen Mindestreifegrad. Die Klassensysteme unterscheiden sich dabei: Wassermelonen führen Klasse Extra, Klasse I und Klasse II, Melonen kennen nur Klasse I und Klasse II.
Das eigentliche Abnahmekriterium ist der Zuckergehalt, gemessen als Refraktometerwert des Fruchtfleisches und angegeben in Grad Brix. Beide UNECE-Normen verlangen mindestens 8 Grad Brix, für den Charentais-Typ sind es 10 Grad Brix. Die US-Handelsnorm nennt zum Vergleich 8 Prozent lösliche Trockensubstanz für Honigmelonen, in Kalifornien 10 Prozent, sowie 11 Prozent für die höchste und 9 Prozent für die folgende Klasse bei Netzmelonen. Diese Werte sind Mindestwerte und kein Süßeziel. Welcher Wert für Ihre Ware gilt, gehört in die Spezifikation.
Beim Brixwert ist der Messpunkt genauso wichtig wie die Zahl. Beide UNECE-Normen schreiben ihn ausdrücklich vor: gemessen wird in der Mitte des Fruchtfleisches auf Höhe des größten Querdurchmessers, also am Äquatorialschnitt und nicht am Stiel- oder Blütenansatz. Der Grund liegt in der Verteilung des Zuckers, die innerhalb einer Melone nicht gleichmäßig ist. Eine Messung nahe der Schale fällt niedriger aus als eine Messung in der Fruchtmitte, ohne dass sich an der Ware etwas geändert hat. Genau daran entzünden sich Streitigkeiten bei der Abnahme, wenn ein Vertrag nur eine Zahl nennt und den Messpunkt offenlässt.
Zur Zahl und zum Messpunkt kommt der Stichprobenumfang. Die Konformitätskontrolle nach Anhang V der Durchführungsverordnung (EU) 2023/2430 nennt für verpackte Ware fünf Einzelproben bis 100 Packstücke, sieben bis 300, neun bis 500, zehn bis 1.000 sowie mindestens 15 darüber. Für lose Ware gelten Gewichtsstufen von 10 kg Sammelprobe bis 200 kg Partiegewicht bis zu mindestens 100 kg über 5.000 kg. Diese Werte regeln die allgemeine Konformitätsprüfung. Wie viele dieser Früchte für die Brixmessung aufgeschnitten werden, regelt keine Norm, das ist Vereinbarungssache und gehört in die Auftragsbestätigung. Eigene Zertifikate führen wir derzeit nicht. Ob für den liefernden Erzeuger- und Packbetrieb ein Prüfstandard vorliegt, teilen wir Ihnen betriebsbezogen mit. Betriebe ohne Nachweis weisen wir ebenfalls aus.
- Die Toleranz der allgemeinen Vermarktungsnorm beträgt 10 Prozent nach Anzahl oder Gewicht. Davon dürfen höchstens 2 Prozent Verderb aufweisen.
- Jedes Packstück trägt Name und Anschrift von Packer oder Absender sowie den vollständigen Namen des Ursprungslands. Enthält es von außen sichtbare Verkaufspackungen, die diese Angaben selbst tragen, entfallen sie am Packstück.
- Handelsklassen für Melonen entstehen nicht aus der EU-Verordnung, sondern aus einem Verweis auf UNECE FFV-23 beziehungsweise FFV-37 oder aus Ihrer eigenen Spezifikation.
- Der Mindestwert in Grad Brix gehört zusammen mit dem Messpunkt in der Frucht, der Bezugstemperatur des Refraktometers und dem Stichprobenumfang in die Auftragsbestätigung.
- Die Brixmessung zerstört die geprüfte Frucht. Der Umfang der Stichprobe je Partie ist deshalb eine Kostenposition und keine Selbstverständlichkeit.
- Bei Wassermelonen verlangt die UNECE-Norm zusätzlich die Angabe der Fleischfarbe, sofern sie nicht rot ist, sowie den Hinweis kernlos, sofern die Ware kernarm ist.

Transport und Temperatur
Temperatur, Ethylen und Ladungsgewicht
Melonen sind kälteempfindlich und die drei Handelsformen sind es in unterschiedlichem Maß. Wassermelonen werden nach dem USDA Handbook 66 bei 10 bis 15 °C und etwa 90 Prozent relativer Feuchte geführt, ein Kälteschaden setzt unterhalb von etwa 10 °C nach mehr als wenigen Tagen ein. Honigmelonen laufen bei 7 bis 10 °C und 90 bis 95 Prozent. Unterhalb von 7 °C beginnt bei ihnen der Kälteschaden. Galiamelonen als Netzmelonen laufen deutlich kälter bei 2 bis 7 °C und 95 Prozent.
Diese Spanne von 2 bis 15 °C erklärt, warum eine Mischladung mit einer gemittelten Temperatur bei Melonen nicht funktioniert. Bei 7 °C nehmen Wassermelonen Schaden, bei 12 °C verlieren Galiamelonen Restlaufzeit. Der Kälteschaden ist dabei der gefährlichere Fehler, weil er auf der Strecke entsteht und sich erst nach der Erwärmung beim Empfänger zeigt, also nach der Abnahme.
Ethylen ist der zweite Grund, die drei Arten getrennt zu führen. Wassermelonen produzieren selbst nur 0,1 bis 1,0 µl je Kilogramm und Stunde, reagieren aber äußerst empfindlich: Bereits 5 µl/l führen zu weichem Fleisch, dünner werdender Schale, verblassender Fleischfarbe und Überreife. Galiamelonen produzieren als klimakterische Früchte 10 bis 100 µl je Kilogramm und Stunde. Beide in einer Ladung zusammenzustellen bedeutet, die eine Ware mit der anderen zu beschädigen. Melonen geben zudem ein kräftiges Aroma ab, weshalb geruchsempfindliche Ware in derselben Ladung ausscheidet.
Bei Wassermelonen kommt ein Thema hinzu, das keine andere Warengruppe dieses Sortiments hat: das Ladungsgewicht. Ein Sattelzug mit fünf oder sechs Achsen darf in der Europäischen Union 40 t zulässiges Gesamtgewicht führen. Auf 44 t erhöht sich der Wert nur für die Beförderung eines 40-Fuß-ISO-Containers im kombinierten Verkehr, so Anhang I Nummer 2.2.2 der Richtlinie 96/53/EG. Für den Regelfall mit gewöhnlichem Kühlauflieger gelten damit 40 t. Von diesem Wert gehen Zugmaschine, Auflieger und Kühlaggregat ab, übrig bleibt die Nutzlast. Eine Großkiste Wassermelonen wiegt rund 454 kg netto, ein zweiter Kistenstapel je Stellplatz scheitert deshalb an der zulässigen Masse und nicht an der Innenhöhe des Aufliegers.
Für die Kalkulation folgt daraus eine einfache Regel. Nennen Sie uns bei Wassermelonen die Zielmenge in Tonnen und nicht in Paletten, weil die Tonnage die bindende Größe ist. Bei Honig- und Galiamelonen ist es umgekehrt, dort binden Stückzahl je Karton sowie Kartons je Palette die Kalkulation.
- Für Wassermelonen gelten 10 bis 15 °C, für Honigmelonen 7 bis 10 °C und für Galiamelonen 2 bis 7 °C. Eine gemittelte Temperatur bildet keine dieser drei Anforderungen ab.
- Der Kälteschaden entsteht auf der Strecke und zeigt sich erst nach der Erwärmung beim Empfänger. Ein Temperaturprotokoll aus der Ladung ist deshalb das belastbare Nachweismittel, eine Messung am Kühlaggregat ist es nicht.
- Wassermelonen und Galiamelonen gehören wegen des Ethylens nicht in dieselbe Ladeeinheit.
- Wassermelonen werden häufig nicht vorgekühlt. Ob vorgekühlt wird und mit welchem Verfahren, gehört in die Bestellung.
- Bei Wassermelonen ist die Tonnage die bindende Größe der Disposition, bei Honig- und Galiamelonen die Stückzahl je Karton.

Fragen und Antworten
Häufige Fragen zu Melonen
Antworten auf das, was der Einkauf zu Melonen regelmäßig fragt.
Beide UNECE-Normen schreiben den Messpunkt ausdrücklich vor. Gemessen wird der Refraktometerwert des Fruchtfleisches in der Mitte der Frucht auf Höhe des größten Querdurchmessers, also am Äquatorialschnitt und nicht am Stiel- oder Blütenansatz. Der Mindestwert liegt bei 8 Grad Brix, beim Charentais-Typ bei 10 Grad Brix. Der Messpunkt ist deshalb festgeschrieben, weil der Zucker innerhalb einer Melone ungleich verteilt ist. Eine Probe nahe der Schale fällt niedriger aus als eine Probe aus der Fruchtmitte, obwohl es dieselbe Frucht ist. Nennt ein Liefervertrag nur eine Zahl, misst jede Seite dort, wo es ihr nützt. Der Streit ist damit angelegt. In die Vereinbarung gehören deshalb vier Angaben: der Mindestwert in Grad Brix, der Messpunkt, die Bezugstemperatur des Refraktometers sowie der Stichprobenumfang je Partie. Weil die Prüfung die Frucht zerstört, ist der Stichprobenumfang zugleich eine Kostenposition.
Nach EU-Recht gibt es sie nicht. Melonen und Wassermelonen stehen nicht auf der abschließenden Liste in Artikel 4 Absatz 1 mit Anhang I Teil B der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429, die seit dem 1. Januar 2025 gilt. Spezielle Vermarktungsnormen mit Handelsklassen bestehen dort für genau elf Erzeugnisse, darunter Tomaten, Gemüsepaprika und Zitrusfrüchte. Für Melonen gilt stattdessen die allgemeine Vermarktungsnorm nach Anhang I Teil A, die nur Mindesteigenschaften, eine Reifeanforderung sowie eine Toleranz von 10 Prozent kennt. Wer trotzdem mit Klassen arbeiten will, hat zwei Wege. Der erste führt über Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung: Wird die Übereinstimmung mit der UNECE-Norm FFV-23 für Melonen beziehungsweise FFV-37 für Wassermelonen nachgewiesen, gilt die Ware zugleich als der allgemeinen Norm entsprechend. Achten Sie dabei auf den Unterschied der beiden Normen. Wassermelonen führen Klasse Extra, Klasse I und Klasse II, Melonen kennen nur Klasse I und Klasse II. Der zweite Weg ist eine eigene Spezifikation mit Zielgewicht, Brixwert und Fehlergrenzen. Beide Wege halten wir vor der ersten Bestellung schriftlich fest.
Sie reifen nur teilweise nach, beim Zucker gar nicht. Wassermelonen sind nicht klimakterisch, sie verändern sich nach dem Schnitt kaum noch. Honigmelonen aus der Inodorus-Gruppe, darunter Piel de Sapo und die gelbe Kanarische, gelten ebenfalls als nicht oder nur schwach klimakterisch. Galiamelonen als Netzmelonen sind klimakterisch, sie werden nach der Ernte weicher und aromatischer. Entscheidend für den Einkauf ist der Punkt, der für alle drei gilt: Der Zuckergehalt steigt nach der Ernte nicht mehr an, er geht im Verlauf der Lagerung eher zurück. Eine Behandlung mit Ethylen ändert daran nichts, sie bringt zu früh geerntete Netzmelonen weder zur Reife noch hält sie den Rückgang des Zuckergehalts auf. Der Brixwert der Partie wird damit auf dem Feld festgelegt und nicht im Lager. Eine Reklamation wegen zu geringer Süße ist deshalb kein Lager- oder Transportbefund, sondern ein Befund zum Erntezeitpunkt.
Weil Wassermelonen die schwerste Position dieses Sortiments sind. Ein Sattelzug mit fünf oder sechs Achsen darf in der Europäischen Union 40 t zulässiges Gesamtgewicht führen. Auf 44 t erhöht sich der Wert allein für die Beförderung eines 40-Fuß-ISO-Containers im kombinierten Verkehr, so Anhang I Nummer 2.2.2 der Richtlinie 96/53/EG. Für den Regelfall mit gewöhnlichem Kühlauflieger bleibt es bei 40 t. Von diesem Wert gehen Zugmaschine, Auflieger und Kühlaggregat ab, die verbleibende Nutzlast ist die Grenze. Eine Großkiste Wassermelonen fasst rund 454 kg netto. Rechnet man Kiste und Ladungsträger dazu, ist die Nutzlast erreicht, bevor die Innenhöhe des Aufliegers ausgenutzt ist. Ein zweiter Kistenstapel je Stellplatz scheitert damit an der zulässigen Masse und nicht am Platz. Nennen Sie uns Ihre Zielmenge bei Wassermelonen deshalb in Tonnen, weil die Tonnage die bindende Größe ist. Bei Honig- und Galiamelonen binden dagegen Stückzahl je Karton sowie Kartons je Palette.
Ohne Aufschneiden lassen sie sich nicht erkennen. Zwei Befunde dieser Warengruppe sind von außen nicht zu sehen. Hohlherzigkeit bei Wassermelonen ist ein Riss im Herzen der Frucht, verursacht durch unzureichende Bestäubung vor der Ernte. Kernlose Ware ist stärker betroffen als kernhaltige, gelbfleischige Sorten sind besonders anfällig. Ein indirektes Zeichen ist eine dreieckige Form im Anschnitt. Fusarium-Fäule bei Netzmelonen zeigt vor der Ernte oft kein Anzeichen und bildet nach der Ernte im Inneren schwammige weiße Läsionen. Beide sind mit einer Sichtprüfung an der geschlossenen Frucht nicht zu finden. Daraus folgt ein Prüfverfahren statt einer Zusage. Wir vereinbaren mit Ihnen vor der ersten Bestellung, wie viele Früchte je Partie aufgeschnitten werden, an welcher Stelle der Brixwert gemessen wird und welche Befunde als Abweichung gelten. Die Stichprobenumfänge der Konformitätskontrolle nach Anhang V der Durchführungsverordnung (EU) 2023/2430 sind dafür ein brauchbarer Ausgangspunkt, sie regeln allerdings nicht die zerstörende Prüfung. Ergänzend achten wir vor der Verladung auf die Merkmale, die von außen ablesbar sind: Bodenfleck, Ranke und Schalenglanz bei Wassermelonen sowie Ablösezone und Grundfarbe bei Galiamelonen.
Verbindlich wird eine Menge erst mit unserer Auftragsbestätigung. Bis dahin gilt für jede Handelsform auf dieser Seite der Status „Verfügbarkeit auf Anfrage“, auch mitten im Hauptfenster.
