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MOROCCOFRUIT TRADE, zur Startseite
Auf einem Hof fährt ein Gabelstapler eine beladene Palette zu einem Sattelauflieger, ein zweiter Stapler folgt.

Logistik und Abwicklung

Vom Packbetrieb bis zu Ihrer Warenannahme

Transport, Umschlag und Zollanmeldung erbringen beauftragte Dienstleister. Wir wählen sie je Route aus, verfolgen die Termine und bleiben Ihr Ansprechpartner für die gesamte Kette.

Prozesskette

Sechs Abschnitte mit dokumentiertem Ergebnis

Eine Sendung durchläuft sechs Abschnitte. Zu jedem steht, wer ihn ausführt und welches Ergebnis dokumentiert wird.

Luftaufnahme eines Hafens: An einem Terminal mit hohen Silos liegt ein Massengutfrachter, dahinter reihen sich Containerkräne und Container.
  1. Abschnitt 01

    Vorkühlung und Verladung

    Der Packbetrieb entfernt die Feldwärme, belädt vorgekühlt und sichert die Ladung. Die Zieltemperatur steht vor der Verladung fest.

    Packliste mit Chargennummer je Palette

  2. Abschnitt 02

    Ausfuhr und Exportkontrolle

    Ausfuhrabfertigung und Exportkontrolle laufen über den Ausführer und die zuständigen Behörden.

    Exportdokumente der Sendung

  3. Abschnitt 03

    Hauptlauf

    Die Ware läuft durchgehend temperaturgeführt bis zum Umschlagpunkt in Europa. Ausgeführt wird die Beförderung vom beauftragten Frachtführer.

    Frachtpapiere, auf Wunsch das Temperaturprotokoll

  4. Abschnitt 04

    Einfuhr und Zoll

    Die Sendung wird im elektronischen System vorangemeldet, an der Grenzkontrollstelle pflanzengesundheitlich kontrolliert und beim Zoll angemeldet.

    Die Zollanmeldung gibt ein beauftragter Zolldienstleister ab, die pflanzengesundheitliche Kontrolle führt die Grenzkontrollstelle durch.

    Einfuhrdokumente der Sendung

  5. Abschnitt 05

    Nachlauf und Avisierung

    Der beauftragte Frachtführer bringt die Ware bis zu Ihrem Lieferort. Wir buchen das Zeitfenster und avisieren mit Menge, Chargennummern sowie Ankunftszeit.

    Avis mit Ankunftszeit und Chargenangabe

  6. Abschnitt 06

    Anlieferung

    Entladen wird im gebuchten Fenster, danach prüft Ihr Haus den Wareneingang.

    Lieferschein und Rechnung Ihres Vertragspartners

Zwei Abschnitte kosten regelmäßig Zeit, ohne dass jemand einen Fehler gemacht hat: die Kontrolle an der Grenzkontrollstelle sowie der Umschlag zwischen Hauptlauf und Nachlauf. Für beide planen wir einen Puffer ein, weil ein verpasstes Anlieferfenster in der Regel einen neuen Termin bedeutet.

Die Laufzeit hängt von Route, Verkehrsträger und Verladeort ab. Sie ist nicht dasselbe wie die reine Fahrzeit, weil Lenk- und Ruhezeiten, Umschlag sowie Kontrollen hinzukommen. Wir nennen die Laufzeit je Route in der Auftragsbestätigung, nicht vorab pauschal.

Ein Sattelzug mit geschlossenem Auflieger fährt auf einer Landstraße durch eine bewaldete Hügellandschaft.
Vorlauf und Nachlauf laufen auf der Straße, dazwischen liegt der Hauptlauf über See.

Straße und Seeweg

Der Verkehrsträger wechselt, der Verantwortliche nicht

Eine Sendung wechselt auf dem Weg zu Ihnen mehrfach den Verkehrsträger. Jeder Wechsel ist ein Umschlagpunkt und damit ein eigener Risikopunkt für Temperatur, Zeit und Papiere.

Vorlauf auf der Straße
Vom Packbetrieb bis zum Verladehafen fährt die Ware auf der Straße. Der Auflieger wird vorgekühlt beladen, die Ladung wird vor der Abfahrt gesichert.
Hauptlauf über See
Der Hauptlauf läuft durchgehend temperaturgeführt bis zum Umschlagpunkt in Europa. Ausgeführt wird die Beförderung vom beauftragten Frachtführer.
Nachlauf bis zu Ihrer Rampe
Ab dem Umschlagpunkt bringt der Frachtführer die Ware bis zu Ihrem Lieferort. Wir buchen das Zeitfenster und avisieren die Ankunft.
Ein Ansprechpartner für die Kette
Die beauftragten Dienstleister wechseln je Route, Ihr Ansprechpartner bleibt derselbe. Wir wählen sie aus, verfolgen die Termine und halten die Dokumente zusammen.
In der Gasse eines Hochregallagers steht ein oranger Schubmaststapler, daneben besprechen sich zwei Beschäftigte vor folierten Paletten.
Jeder Umschlag ist ein eigener Abschnitt der Kühlkette und damit ein eigener Risikopunkt.

Einfuhr

Zoll und Freigabe laufen parallel

Marokko ist ein Drittland. Eine Sendung wird bei der Einfuhr angemeldet, pflanzengesundheitlich kontrolliert und in den zollrechtlich freien Verkehr überführt.

Die Zollanmeldung gibt ein beauftragter Dienstleister ab. Wir koordinieren die Dokumente, verfolgen die Fristen und veranlassen die Voranmeldung vor Ankunft der Sendung.

Unterlagen einer Einfuhrsendung

  • Handelsrechnung und Packliste, erstellt vom Ausführer
  • Pflanzengesundheitszeugnis der Pflanzenschutzbehörde des Ausfuhrlandes
  • Voranmeldung und Gesundheitseingangsdokument, veranlasst vor Ankunft
  • Ursprungsnachweis als Grundlage der Herkunftsangabe
  • Zollanmeldung zur Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr
  • Konformitätsbescheinigung bei normpflichtigen Erzeugnissen

Rollen

Wer als Einführer auftritt

Diese Frage entscheidet darüber, wer die Einfuhrabgaben schuldet und wer im Zollverfahren haftet. Wir legen sie je Auftrag mit Ihnen fest.

  • Wir treten als Einführer auf

    Sie kaufen verzollte Ware im Inland und benötigen für diese Sendung keine eigene Einfuhrabwicklung.

  • Sie führen selbst ein

    Wir liefern bis zum vereinbarten Ort und stellen die Dokumente bereit. Dafür benötigen wir Ihre EORI-Nummer.

Preisstellung

Preisstellung nach den Incoterms 2020

Ein Preis ohne Preisstellung ist im Außenhandel nicht vergleichbar. Die Klausel regelt, wer den Transport organisiert, wer welche Kosten trägt und an welchem Punkt die Gefahr übergeht.

Die Übersicht darunter erklärt, was die vier gebräuchlichen Klauseln regeln. Welche Klausel für Ihre Lieferung gilt, vereinbaren wir je Angebot. Nennen Sie uns Lieferort und gewünschte Klausel, dann kalkulieren wir Transport und Abgaben entsprechend.

Eigentumsübergang und Zahlungsbedingungen regeln die Klauseln nicht, beides vereinbaren wir getrennt. Alle Angebote richten sich an Unternehmer, alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

FCA, benannter Ort
Der Verkäufer übergibt die ausfuhrverzollte Ware an den vom Käufer benannten Frachtführer. Dort geht die Gefahr über.
CPT und CIP, benannter Bestimmungsort
Der Verkäufer trägt die Fracht bis zum benannten Ort, bei CIP zusätzlich eine Transportversicherung. Die Gefahr geht bereits bei Übergabe an den ersten Frachtführer über.
DAP, benannter Bestimmungsort
Der Verkäufer liefert entladebereit bis zum Lieferort und trägt bis dorthin Kosten und Gefahr. Die Einfuhrabgaben trägt der Käufer.
DDP, benannter Bestimmungsort
DDP entspricht DAP, zusätzlich übernimmt der Verkäufer die Einfuhrverzollung und alle Einfuhrabgaben.

Incoterms ist eine eingetragene Marke der Internationalen Handelskammer.

Zielmärkte

Drei Länder, zwei Aufgaben

Deutschland und Österreich liegen im Zollgebiet der Europäischen Union, die Schweiz liegt außerhalb. Diese Grenze verändert Dokumente, Kosten und Zeitbedarf.

Unabhängig vom Zielland gilt für die Anlieferung dasselbe: Wir buchen das Zeitfenster nach Bestätigung der Verladung und avisieren mit Menge, Chargennummern und Ankunftszeit. Nennen Sie uns das System, über das Ihre Zeitfenster gebucht werden, dann binden wir den Frachtführer entsprechend an.

  • Zollgebiet der Europäischen Union

    Deutschland und Österreich

    Die Einfuhrabfertigung findet einmal an der Außengrenze statt, danach läuft die Ware im freien Verkehr. Grundlage der Präferenz ist das Abkommen der Europäischen Union mit Marokko, bei einzelnen Erzeugnissen bestehen Zollkontingente.

  • Außerhalb des Zollgebiets

    Schweiz

    Es kommt eine zweite Einfuhrabfertigung an der Schweizer Grenze hinzu, die Präferenz beruht auf einem eigenen Abkommen mit eigenen Ursprungsregeln. Während der inländischen Hauptabsatzzeit ist die Einfuhr vieler Gemüsearten mengenmäßig bewirtschaftet, deshalb stimmen wir Vorlauf und Dokumente früher ab.

Beanstandungsfall

Wenn eine Lieferung nicht stimmt

Frischware verdirbt, Grenzen halten auf, Kaliber weichen ab. Der Beanstandungsfall muss deshalb geregelt sein, bevor er eintritt. Der folgende Ablauf ist die Fassung, die wir vorschlagen.

Kommen wir zu unterschiedlichen Bewertungen, schlagen wir eine unabhängige Begutachtung vor. Die Kosten trägt die Seite, deren Bewertung sich als unzutreffend erweist.

Eine Abweichung, die vor der Verladung auffällt, kostet Sie nichts. Erreicht eine Partie dort die vereinbarte Spezifikation nicht, erfahren Sie das, bevor das Fahrzeug losfährt.

Qualität und Herkunft ansehen

  1. 01

    Sie melden

    Melden Sie eine Abweichung innerhalb von 24 Stunden nach Anlieferung, mit Lieferschein- und Chargennummer, mit Fotos der Ware im Gebinde und mit Ihrem Wareneingangsprotokoll. Ein Gutachten verlangen wir dafür nicht.

  2. 02

    Sie halten die Ware verfügbar

    Halten Sie die beanstandete Partie getrennt und verwerten Sie sie nicht, bevor wir entschieden haben. Ohne verfügbare Ware ist eine Prüfung nicht mehr möglich.

  3. 03

    Wir prüfen gegen die Spezifikation

    Maßstab sind die abgestimmte Spezifikation aus der Auftragsbestätigung sowie die Gütetoleranz der vereinbarten Handelsklasse. Eine Abweichung innerhalb dieser Toleranz ist keine Vertragsverletzung.

  4. 04

    Wir entscheiden und nennen den Grund

    Sie erhalten eine schriftliche Entscheidung mit Begründung. In Betracht kommen eine Gutschrift, eine Ersatzlieferung, eine Rücknahme oder eine Teilabnahme mit angepasster Preisstellung.

Nennen Sie uns Lieferort und Kalenderwoche

Für eine belastbare Aussage zu Transport und Preisstellung brauchen wir vier Angaben: Produkt, Menge, die gewünschte Kalenderwoche sowie den Lieferort mit Land und Postleitzahl. Eine gewünschte Handelsklausel nehmen wir zusätzlich auf. Fehlt eine Angabe, fragen wir gezielt nach.

Fragen und Antworten

Die Fragen, die Einkauf, Logistik und Qualitätssicherung zuerst stellen

Wählen Sie den Reiter, der zu Ihrer Rolle passt. Angaben zu Fristen, Mengen und Nachweisen sind Richtwerte, die wir je Anfrage verbindlich bestätigen.

Hier geht es um Sortiment, Mengen, Spezifikation und den Ablauf einer Anfrage.

Wir melden eine Abweichung, sobald sie absehbar ist, spätestens vor Verladung. Zusammen mit der Meldung nennen wir die Alternativen, die wir tatsächlich darstellen können: ein anderer Betrieb, ein anderes Kaliber, eine andere Kalenderwoche. Wenn keine Alternative trägt, sagen wir ab, damit Sie umdisponieren können, solange es noch möglich ist.

Wir disponieren in vollen Ladeeinheiten und rechnen Ihre Positionen dafür zusammen. Die Mindestabnahme je Artikel und Anlieferstelle nennen wir Ihnen mit der ersten Rückmeldung, weil sie über die Machbarkeit entscheidet. Kleinere Mengen stellen wir dar, wenn sie sich mit anderen Positionen zu einer Ladeeinheit bündeln lassen und dabei dieselbe Zieltemperatur führen.

Ja, das lässt sich darstellen, sofern die Stellen auf einer Tour liegen und die Reihenfolge vor der Verladung feststeht. Jede zusätzliche Entladestelle bringt Standzeit mit sich, die zulasten der Restlaufzeit geht, deshalb legen wir Reihenfolge, Zeitfenster sowie den Ansprechpartner je Stelle vorher fest. Nennen Sie uns die Aufteilung bereits mit der Anfrage, damit Palettierung, Kennzeichnung und Lieferschein je Stelle dazu passen. Ändert sich die Aufteilung nach der Auftragsbestätigung, prüfen wir sie erneut, weil sie die gesamte Tour betrifft.

Ihre Frage steht nicht dabei? Schreiben Sie uns, worum es geht. Wir antworten schriftlich und nennen dabei auch das, was wir nicht zusagen können.