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MOROCCOFRUIT TRADE, zur Startseite

Allgemeine Informationen

Bei Paprika bestimmen vier Angaben den Artikel: Handelstyp, Farbe, Kaliber und Aufmachung. Zwei Positionen mit derselben Warenbezeichnung können sich darüber in Preis, Laufzeit und Reklamationsrisiko deutlich unterscheiden. Diese Seite nennt je Handelsform die Werte, die in eine Spezifikation gehören. Die Verfügbarkeit prüfen wir je Kalenderwoche.

Handelsformen
Blockpaprika grün, rot, gelb sowie Spitzpaprika
Handelsklassen
Klasse Extra, Klasse I, Klasse IIAnhang I Teil B Teil 8 der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429
Größensortierung
nach größtem Querdurchmesser oder nach Gewicht, keine feste KalibertabelleAnhang I Teil B Teil 8 der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429
Übliches Erntefenster der Herkunft
Oktober bis MaiSaisonverlauf der Anbauregion, keine Lieferzusage
Transporttemperatur
8 bis 9 Grad Celsius, unterhalb von 7 Grad Celsius droht ein KälteschadenTransport Information Service des GDV
Status
Verfügbarkeit auf Anfragegilt in jedem Monat, auch im Hauptfenster

Einordnung

Marokkanische Paprika im deutschen Wintersortiment

Marokko war seit der Saison 2019/20 in jeder Saison das drittgrößte Herkunftsland für Paprika in Deutschland. In der Saison 2024/25 lag die eingeführte Menge bei 52.400 Tonnen mit einem Wert von knapp 120 Millionen Euro, der Anteil an den gesamten deutschen Paprikaeinfuhren stieg damit auf über 11,7 Prozent. Die Spitzenmengen fallen zwischen Januar und Mai an, im März 2025 waren es 6.100 Tonnen. Die Zahlen stammen von EastFruit und beschreiben den Markt, nicht unser Angebot.

Der Schwerpunkt des marokkanischen Paprikaanbaus liegt im Süden des Landes, vor allem in der Region Souss-Massa um Agadir. Angebaut wird überwiegend geschützt, also in Folientunneln und Gewächshäusern, weil die Kultur dort von Oktober bis in den Frühsommer trägt. Genau in diesen Monaten laufen die europäischen Herkünfte aus, weshalb sich das marokkanische Fenster und die Angebotslücke im deutschsprachigen Handel weitgehend decken.

Zur Herkunftsangabe gehört ein Hinweis, den der Einkauf kennen muss. Für Obst und Gemüse mit Ursprung in den Regionen Laâyoune-Sakia El Hamra sowie Dakhla-Oued Eddahab tritt seit dem 4. Oktober 2025 die Angabe der Ursprungsregion an die Stelle der Landesangabe. Grundlage sind der Beschluss (EU) 2025/2022 des Rates vom 2. Oktober 2025 sowie die Delegierte Verordnung (EU) 2025/2652, die dazu die Vermarktungsnormen ändert. Wir behaupten deshalb keine einheitliche Herkunft für das gesamte Sortiment. Welche Angabe für eine konkrete Partie gilt, ergibt sich aus dem Ursprungsnachweis, der die Sendung begleitet.

  • Das Erntefenster der Herkunft liegt üblicherweise zwischen Oktober und Mai, es ersetzt keine Aussage zu einer einzelnen Kalenderwoche.
  • Die Herkunftsangabe je Charge entnehmen Sie den Ursprungsdokumenten, nicht einer pauschalen Angabe auf dieser Seite.
  • Handelstyp, Farbe, Kaliber, Handelsklasse, Gebinde und Aufmachung legen wir vor der ersten Bestellung schriftlich fest.
Drei grüne Blockpaprika mit glänzender Schale und gebogenen Stielen liegen nebeneinander vor weißem Hintergrund.

Paprika, Handelsform

Blockpaprika grün

Blockpaprika grün wird ausgewachsen, jedoch vor dem Farbumschlag geerntet.

Grün ist kein eigener Fruchttyp, sondern ein Erntezeitpunkt. Die Frucht hat ihre Endgröße erreicht, die Ausfärbung hat aber noch nicht eingesetzt. Der Blocktyp, im Handel auch als California-Typ geführt, ist kurz gebaut, im Querschnitt annähernd quadratisch und bildet drei bis vier Fruchtkammern mit dicker Fruchtwand aus.

Aus dem frühen Erntezeitpunkt folgt die Kostenrechnung dieser Handelsform. Die Frucht belegt die Pflanze kürzer, der Betrieb erntet je Fläche häufiger und trägt weniger Ausfall durch Sonnenbrand oder Blütenendfäule. Grüne Ware liegt deshalb im Preis unter der ausgefärbten, ausgefärbte Ware erzielt umgekehrt den höheren Erlös.

Für die Abwicklung ist grüne Ware die unempfindlichste der vier Handelsformen. Die Fruchtwand ist fest, die Schale hält Handling und Umschlag besser aus als bei ausgefärbter Ware. Ein einsetzender Farbumschlag im Karton ist trotzdem ein Warnzeichen, weil er auf eine zu späte Ernte oder auf eine zu warme Führung hindeutet.

Worauf der Einkauf achtet

  • Der Stiel muss glatt abgeschnitten und der Kelch unversehrt sein, das verlangt die Norm in allen drei Klassen.
  • Silbrige Färbung oder Thripsschäden sind in Klasse I auf höchstens ein Drittel der Gesamtfläche begrenzt, in Klasse II auf höchstens zwei Drittel.
  • Trockene Oberflächenrisse dürfen in Klasse I höchstens ein Achtel der Gesamtfläche einnehmen, in Klasse II höchstens ein Viertel.
  • Ein beginnender Farbumschlag im Karton deutet auf eine zu späte Ernte oder auf eine zu warme Führung hin und verkürzt die Restlaufzeit.
  • Dunkle, wässrige Flecken sowie eine sich vom Fruchtfleisch lösende Schale zeigen einen Kälteschaden an. Er entsteht auf der Strecke und ist keine Frage der Handelsklasse.
Vor weißem Hintergrund liegt eine rote Blockpaprika mit kantigem Bau, daneben steht eine zweite aufrecht. Beide tragen einen grünen Stiel.

Paprika, Handelsform

Blockpaprika rot

Blockpaprika rot bleibt nach Erreichen der Endgröße bis zur Ausfärbung an der Pflanze.

Rot ist derselbe Fruchttyp wie Grün, nur später geerntet. Die Frucht erreicht zuerst ihre Endgröße und färbt danach über mehrere Wochen aus. Erst am Ende dieser Phase steht die Ernte, geerntet wird üblicherweise bei weitgehend abgeschlossener Ausfärbung.

Die längere Standzeit an der Pflanze erklärt das Preisniveau. Der Betrieb erntet je Fläche seltener, die Pflanze bindet Ertrag länger und das Risiko für Sonnenbrand, Blütenendfäule sowie Schädlingsdruck steigt mit jeder zusätzlichen Woche. Die Beratungsliteratur bringt das auf die Formel, dass eine ausgewachsene Frucht im grünen Zustand zu ernten sich nicht lohnt, weil die ausgefärbte Ware den besseren Preis erzielt.

Für den Einkauf zählt der Ausfärbungsgrad bei Verladung. Die Frucht färbt während der Laufzeit weiter aus, ein zu früh geernteter Posten kommt zweifarbig an und ein vollständig ausgefärbter Posten hat bereits Restlaufzeit verbraucht. Der gewünschte Farbanteil gehört deshalb als Zahl in die Spezifikation, nicht als Wort.

Ausgefärbte Ware ist weicher als grüne. Druckstellen, Quetschungen sowie Stapeldruck in der unteren Lage fallen hier stärker ins Gewicht, was die Wahl von Gebinde und Zwischenlage beeinflusst.

Worauf der Einkauf achtet

  • Der vereinbarte Farbanteil ist bei Wareneingang gegen die Spezifikation prüfbar, eine Angabe wie ausgefärbt ohne Zahl ist es nicht.
  • Blütenendfäule ist in Klasse I nicht zulässig. In Klasse II ist sie bis zu einer Gesamtfläche von 1 cm² erlaubt.
  • Narbenbildungen, Kratzer, Sonnenbrand sowie Druckstellen bleiben in Klasse I auf 2 cm Länge bei länglichen Fehlern und auf 1 cm² Gesamtfläche bei anderen Fehlern begrenzt.
  • Verschrumpelte Früchte sind in Klasse I nicht zulässig, in Klasse II bis zu einem Drittel der Fläche. Sie sind meist ein Zeichen für Wasserverlust auf der Strecke.
  • Feuchtigkeit im Karton begünstigt Botrytis und Alternaria. Die Norm verlangt in allen Klassen Freiheit von anomaler äußerer Feuchtigkeit.
Gelbe Blockpaprika mit grünen Stielen liegen von oben gesehen dicht gestapelt übereinander.

Paprika, Handelsform

Blockpaprika gelb

Gelb ist bei den handelsüblichen Sorten die endgültige Reifefarbe, keine Zwischenstufe auf dem Weg zu Rot.

Gelbe Blockpaprika stammt aus eigenen Sorten, deren ausgereifte Frucht gelb bleibt. Die Farbe beruht auf der Zusammensetzung der eingelagerten Carotinoide und ist damit ein Sortenmerkmal. Daneben gibt es Sorten, die über Gelb nach Rot umfärben, deren Frucht im gelben Zustand also noch nicht am Ende ihrer Entwicklung steht.

Aus dieser Unterscheidung folgt der wichtigste Punkt für den Einkauf. Wer Gelb bestellt, ohne Sorte oder Sortentyp zu benennen, riskiert eine Partie, die während der Laufzeit nach Orange oder Rot weiterfärbt. Die Angabe der Sorte gehört bei Gelb deshalb enger in die Spezifikation als bei den beiden anderen Farben.

In Standzeit, Ertragsverlauf und Preisniveau verhält sich Gelb wie Rot, die angebotene Menge ist jedoch kleiner. Bei gelber Ware lohnt sich ein längerer Vorlauf bei der Anfrage, weil sich die Zielmenge nicht kurzfristig aus einer anderen Farbe decken lässt.

Worauf der Einkauf achtet

  • Ein Farbstich nach Orange in einer gelben Partie weist auf eine umfärbende Sorte hin und wird bis zum Verkaufszeitpunkt deutlicher.
  • Bei Farbmischungen muss der sichtbare Teil des Packstücks für den Gesamtinhalt repräsentativ sein.
  • Sonnenbrand zeigt sich auf gelber Schale schwächer als auf grüner. Die Flächengrenzen der Klasse gelten unverändert, deshalb lohnt eine Prüfung gegen das Licht.
  • Bei einer Mischung unterschiedlicher Herkünfte ist das Ursprungsland je Handelstyp und je Farbe unmittelbar neben der Farbangabe zu nennen.
  • Die Norm verlangt in allen Klassen eine feste Frucht. Nachgiebige Ware ohne sichtbaren Wasserverlust deutet auf einen Kälteschaden hin.
Zwei lange rote Spitzpaprika verjüngen sich zur Spitze hin, am breiten Ende sitzt jeweils ein grüner Stiel.

Paprika, Handelsform

Spitzpaprika

Spitzpaprika ist länglich gebaut, läuft zur Spitze aus und hat eine dünnere Fruchtwand als der Blocktyp.

Unter Spitzpaprika fasst der Handel die länglichen Typen zusammen, darunter den Kapia-Typ und den Corno-di-Toro-Typ. Die Frucht bildet meist zwei bis drei Fruchtkammern aus, die Fruchtwand ist dünner als beim Blocktyp und der Anteil an Hohlraum je Frucht ist größer. Der Lamuyo-Typ steht formal dazwischen, er ist länglich gebaut, behält aber die dickere Wand des Blocktyps von etwa 6 mm.

Sortenangaben der Züchter nennen für rote Spitzpaprika mittlere Fruchtgewichte von etwa 110 bis 140 g, bei Kapia-Typen sind Längen von 18 bis 20 cm bei 150 bis 250 g je Frucht üblich. Das Stückgewicht ist bei dieser Handelsform die praktischere Zielgröße als der Querdurchmesser, weil die Frucht über die Länge stark verjüngt.

Die Norm behandelt den länglichen Typ eigens. Sie verlangt für länglichen Gemüsepaprika eine annähernd gleiche Länge. Die Größenbestimmung lässt sie wahlweise über den größten Querdurchmesser oder über das Gewicht zu. Für den Wareneingang bedeutet das: Die Länge ist mitzuprüfen, auch wenn nach Gewicht sortiert wurde.

Im Handling ist Spitzpaprika die empfindlichste der vier Handelsformen. Die Spitze knickt unter Stapeldruck, lose geschüttete Ware verhakt sich und der längere Hebel begünstigt Bruch am Stielansatz. Gelegte Reihen und eine begrenzte Füllhöhe je Gebinde sind hier keine Kostenfrage, sondern eine Frage der Ankunftsqualität.

Worauf der Einkauf achtet

  • Geknickte oder gebrochene Spitzen entstehen im Handling, sie sind kein Sortenmerkmal und keine zulässige Abweichung der Handelsklasse.
  • Die Längenverteilung im Packstück ist bei länglicher Ware ein eigenes Prüfmerkmal, auch wenn nach Gewicht sortiert wurde.
  • Die dünnere Fruchtwand trocknet schneller aus. Verschrumpelungen zeigen sich hier früher als beim Blocktyp.
  • Der Stielansatz ist die typische Bruchstelle. Ein abgerissener Stiel verletzt die Mindesteigenschaft, die einen glatten Stielschnitt bei unversehrtem Kelch verlangt.
  • Einige längliche Sorten schmecken leicht scharf. Ist das der Fall, verlangt die Norm auf dem Packstück die Angabe scharf oder eine gleichwertige Bezeichnung.

Saison

Lieferfenster im Jahresverlauf

Das übliche Erntefenster der Herkunft reicht von Oktober bis Mai, die größten Liefermengen fallen erfahrungsgemäß zwischen Januar und Mai an. Diese Angabe beschreibt den Saisonverlauf und ist keine Zusage für eine bestimmte Kalenderwoche.

Hauptfenster Paprika: Oktober bis Mai. Das sind acht von zwölf Monaten. Im Fenster liegen Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März, April und Mai. Außerhalb liegen Juni, Juli, August und September. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.

Das Hauptfenster umfasst Oktober bis Mai. Das sind acht von zwölf Monaten.

  • Monat im Hauptfenster
  • Monat außerhalb

Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.

Diese Angabe beschreibt das übliche Erntefenster. Sie ist eine Marktorientierung und keine Lieferzusage. Verbindlich wird ein Lieferfenster erst mit der Auftragsbestätigung.

Transport und Temperatur

Temperatur, Restlaufzeit und Gebinde

Paprika ist kälteempfindlich. Der Transport Information Service des GDV nennt als Reisetemperatur 8 bis 9 Grad Celsius bei einer relativen Luftfeuchte von etwa 95 Prozent. Unterhalb von 7 Grad Celsius treten Kälteschäden auf, sichtbar als dunkle, wässrige Flecken sowie als eine Schale, die sich vom Fruchtfleisch löst. Der Schaden entsteht während der Fahrt, zeigt sich jedoch häufig erst nach der Rückkehr in die Wärme, also beim Empfänger.

Zu warm geführte Ware verliert dagegen Wasser. Bereits ein Masseverlust von etwa 2 bis 3 Prozent führt zu sichtbarem Welken und Schrumpfen, was bei Klasse I bereits eine Abweichung darstellt. Zwischen diesen beiden Fehlern liegt ein schmales Fenster, weshalb eine Mischladung mit einer gemittelten Temperatur für Paprika keine gute Lösung ist.

Unter den genannten Bedingungen gibt der TIS eine maximale Lagerdauer von etwa 21 Tagen an. Dieser Wert beschreibt das physiologische Ende, nicht die Restlaufzeit, die Sie im Regal brauchen. Die für Ihren Wareneingang vereinbarte Restlaufzeit halten wir deshalb je Artikel in der Spezifikation fest und nicht pauschal für die Warengruppe.

Beim Gebinde nennt der TIS für Gemüsepaprika Steigen und Schachteln mit etwa 5 bis 6 kg Inhalt als üblich. Ob Einweg oder Mehrweg zum Einsatz kommt, ob lose geschüttet oder gelegt wird und welcher Palettentyp gefahren wird, entscheidet über Palettierung sowie Ladehöhe. Diese Angaben brauchen wir vor der Kalkulation, nicht danach.

  • Die Reisetemperatur liegt bei 8 bis 9 Grad Celsius, die relative Luftfeuchte bei etwa 95 Prozent.
  • Unterhalb von 7 Grad Celsius droht ein Kälteschaden, der erst beim Empfänger sichtbar wird.
  • Ein Temperaturprotokoll aus der Ladung ist bei einer Beanstandung wegen Temperatur das belastbare Nachweismittel, eine Messung am Kühlaggregat ist es nicht.
  • Botrytis und Alternaria treten bei zu warmer Führung sowie bei Feuchtigkeit im Karton auf.
Mehrere Kartons sind randvoll mit orangefarbenen Snackpaprika gefüllt, aufgenommen von oben.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu Paprika

Antworten auf das, was der Einkauf zu Paprika regelmäßig fragt.

Es handelt sich um denselben Fruchttyp in unterschiedlichem Erntezustand, bei Gelb kommt zusätzlich die Sortenwahl hinzu. Grüne Ware wird ausgewachsen, jedoch vor dem Farbumschlag geerntet, ausgefärbte Ware bleibt danach mehrere Wochen länger an der Pflanze. Daraus folgen die Unterschiede, die Ihre Kalkulation betreffen: Grün belegt die Fläche kürzer und liegt im Preis niedriger, ausgefärbte Ware bindet Ertrag länger, trägt ein höheres Ausfallrisiko und erzielt den höheren Erlös. Im Handling ist grüne Ware fester und unempfindlicher, ausgefärbte Ware reagiert stärker auf Druck sowie auf Temperaturfehler.

Beides ist zulässig, die Vermarktungsnorm lässt die Bestimmung der Größe wahlweise über den größten Querdurchmesser oder über das Gewicht zu. Anders als bei Tomaten gibt es keine feste Kalibertabelle und keine Mindestgröße, geregelt ist nur der zulässige Unterschied innerhalb eines Packstücks: 20 mm bei Sortierung nach Durchmesser. Bei Sortierung nach Gewicht sind es 30 g, solange das schwerste Stück höchstens 180 g wiegt, sowie 80 g, wenn das leichteste Stück über 180 g, aber unter 260 g wiegt. Nennen Sie uns deshalb Ihre Zielgröße als Kaliberspanne oder als Stückgewicht. Wir geben die Angabe unverändert an den Packbetrieb weiter und halten sie in der Auftragsbestätigung fest.

Unterhalb von 7 Grad Celsius treten nach Angaben des Transport Information Service Kälteschäden auf, die übliche Reisetemperatur liegt deshalb bei 8 bis 9 Grad Celsius. Erkennbar wird der Schaden an dunklen, wässrigen Flecken sowie an einer Schale, die sich vom Fruchtfleisch löst. Zwei Punkte sind für die Warenannahme wichtig. Der Schaden entsteht auf der Strecke, er zeigt sich aber häufig erst nach der Erwärmung beim Empfänger. Von einer Abweichung der Handelsklasse ist er zu trennen, weil die Norm Schäden infolge niedriger Temperaturen bereits über die Mindesteigenschaften ausschließt. Ein Temperaturprotokoll aus der Ladung ist hier das Beweismittel.

Das hängt von der vereinbarten Klasse und von der betroffenen Fläche ab. Silbrige Färbung entsteht durch Thripse und ist in Klasse I auf höchstens ein Drittel der Gesamtfläche begrenzt, in Klasse II auf höchstens zwei Drittel. In Klasse Extra ist sie nicht zulässig, dort sind nur sehr leichte oberflächliche Hautfehler erlaubt. Hinzu kommt die Gütetoleranz der jeweiligen Klasse, in Klasse I also 10 Prozent nach Anzahl oder Gewicht. Eine Partie, die innerhalb dieser Grenzen liegt, ist normkonform, auch wenn die Optik im Regal darunter leidet. Wollen Sie strenger einkaufen, vereinbaren wir das ausdrücklich und weisen den Mehraufwand getrennt aus.

Ja, die Norm lässt Mischungen deutlich unterscheidbarer Handelstypen oder Farben zu, sofern die Erzeugnisse dieselbe Güte aufweisen und je Handelstyp beziehungsweise je Farbe denselben Ursprung haben. Eine Gleichmäßigkeit der Größe ist bei solchen Mischungen nicht vorgeschrieben, wer sie braucht, vereinbart sie gesondert. Bei der Kennzeichnung gelten zusätzliche Pflichten: Ist der Inhalt von außen nicht sichtbar, tragen die Packstücke die Angabe Gemüsepaprikamischung sowie die enthaltenen Handelstypen und Farben mit ihrer jeweiligen Menge. Bei unterschiedlichen Herkünften steht das Ursprungsland unmittelbar neben der betreffenden Farbangabe.

Verbindlich wird eine Menge erst mit unserer Auftragsbestätigung. Bis dahin gilt für jede Handelsform auf dieser Seite der Status „Verfügbarkeit auf Anfrage“, auch mitten im Hauptfenster.