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MOROCCOFRUIT TRADE, zur Startseite

Allgemeine Informationen

Tomaten unterliegen einer spezifischen Vermarktungsnorm mit eigener Größencodetabelle, deshalb entscheidet Ihre Kalibervorgabe unmittelbar über Sortierergebnis und Kalkulation. Diese Seite beschreibt fünf Handelsformen: Rund, Rispe, Roma, Cherry und Cocktail. Menge und Lieferfenster prüfen wir je Kalenderwoche, der Status lautet in jedem Monat Verfügbarkeit auf Anfrage.

Übliches Erntefenster
Oktober bis MaiMarktorientierung, keine Lieferzusage
Handelsklassen
Extra, Klasse I und Klasse IIAnhang I Teil B Teil 10 Abschnitt II der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429
Größensortierung
Größencode 0 bis 10 nach dem größten Querdurchmesser, von 20 mm und darunter bis über 102 mmAnhang I Teil B Teil 10 Abschnitt III der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429
Gütetoleranz
Klasse Extra 5 Prozent, Klasse I und Klasse II je 10 Prozent nach Anzahl oder GewichtAnhang I Teil B Teil 10 Abschnitt IV der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429
Transporttemperatur
10 bis 12 Grad Celsius bei rund 85 Prozent relativer Luftfeuchte, unter 10 Grad Celsius Pulptemperatur drohen KälteschädenTransport Information Service des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft
Status
Verfügbarkeit auf Anfragegilt in jedem Monat, auch im Hauptfenster

Einordnung

Woher die Ware kommt und warum das Fenster im Oktober beginnt

Marokkanische Tomaten für den europäischen Markt wachsen überwiegend unter Folie im Süden des Landes, der Schwerpunkt der Erzeugung liegt in der Region Souss-Massa um Agadir. Die Kultur läuft dort im Winterhalbjahr, wenn die europäische Gewächshausproduktion zurückgeht. Daraus ergibt sich das übliche Exportfenster zwischen Oktober und Mai.

Über die Ursprungsangabe entscheidet nicht diese Seite, sondern das Ursprungszeugnis der einzelnen Partie. Für Erzeugnisse aus den Regionen Laâyoune-Sakia El Hamra sowie Dakhla-Oued Eddahab tritt seit dem 4. Oktober 2025 die Angabe der Ursprungsregion an die Stelle der Landesangabe. Grundlage sind der Beschluss (EU) 2025/2022 des Rates vom 2. Oktober 2025 sowie die Delegierte Verordnung (EU) 2025/2652, die dazu die Vermarktungsnormen ändert. Wir geben Ihnen je Partie an, was in den Papieren steht, statt eine Herkunft für das gesamte Sortiment zu behaupten.

Was in einer bestimmten Kalenderwoche tatsächlich verladen werden kann, hängt von Ernteverlauf, Sortierergebnis und Kapazität im Packbetrieb ab. Das Fenster oben dient Ihrer Planung. Eine Zusage für eine einzelne Woche ergibt sich daraus nicht.

Viele runde rote Tomaten mit grünen Kelchblättern liegen dicht nebeneinander und füllen das ganze Bild.

Tomaten, Handelsform

Rund

Für diesen Handelstyp gilt die Größencodetabelle der Norm ohne Einschränkung.

Die Norm beschreibt runde Tomaten als annähernd kugelförmig mit ebener Oberfläche. Sortiert wird nach dem größten Querdurchmesser. Gebräuchlich sind im Handel die mittleren Stufen der Codetabelle, etwa Code 6 für über 47 bis 57 mm oder Code 7 für über 57 bis 67 mm.

Neben dem Größencode begrenzt die Norm den Größenunterschied innerhalb eines Packstücks. Er darf 10 mm nicht überschreiten, wenn die kleinste Frucht weniger als 50 mm misst, 15 mm bei 50 bis unter 70 mm sowie 20 mm bei 70 bis unter 100 mm. Ab einem Durchmesser von 100 mm besteht keine Begrenzung. Diese Grenze lässt sich am Wareneingang mit einem Ringmaß nachmessen, der Größencode auf dem Etikett allein sagt darüber nichts aus.

Klasse I ist die Handelsnorm im Zentrallagergeschäft. Klasse Extra verlangt ein sehr einheitliches Erscheinungsbild im Packstück und lässt außer sehr leichten oberflächlichen Fehlern nichts zu, was Sortieraufwand und Ausschuss erhöht. Wir nennen Klasse Extra deshalb erst, wenn der Packbetrieb die Sortierleistung für Ihre Woche und Ihre Menge bestätigt hat.

Worauf der Einkauf achtet

  • Grünkragen am Stielansatz erkennen: grüne oder gelbe verhärtete Zonen, in Klasse Extra und in Klasse I nicht zulässig
  • Risse messen und unterscheiden: Klasse I lässt keine Risse zu, Klasse II nur vernarbte bis 3 cm Länge
  • Größenunterschied im Packstück nachmessen statt nur den Größencode auf dem Etikett zu lesen
  • Untere Lagen mitprüfen, weil der sichtbare Teil des Packstücks nach der Norm für den Gesamtinhalt repräsentativ sein muss
  • Druckstellen in den unteren Lagen der Palette deuten auf zu hohen Stapeldruck oder auf fehlende Zwischenlagen hin
Mehrere rote Tomaten sitzen mit grünen Kelchblättern an einem verzweigten grünen Rispenstiel, auf den Schalen stehen feine Wassertropfen.

Tomaten, Handelsform

Rispe

Die Rispe ist die Handelseinheit, die Größensortierung der Norm gilt hier ausdrücklich nicht.

Bei Rispentomaten bleibt die Frucht am Stiel. Die Norm verlangt hier den Kelch an der Frucht, während er bei allen anderen Handelsformen nicht erforderlich ist. Für die Stiele fordert sie frisches, gesundes und sauberes Aussehen ohne Blätter sowie ohne sichtbare Fremdstoffe. Ein welker oder brauner Stiel ist damit kein Schönheitsfehler, sondern ein Verstoß gegen die Mindesteigenschaften.

Die Bestimmungen zur Größensortierung gelten für Rispentomaten ausdrücklich nicht. Ein Millimeterkaliber je Einzelfrucht ist bei Rispenware folglich keine Normgröße. Im Handel treten an diese Stelle das Gewicht je Rispe und die Fruchtzahl je Rispe, ergänzt um Ihre Vorgabe zur Rispenform. Führen Sie intern trotzdem ein Einzelfruchtkaliber, nennen Sie es uns zusätzlich, damit wir es gegenüber dem Packbetrieb übersetzen können.

Für Früchte, die sich vom Stiel gelöst haben, sieht die Norm eine eigene Toleranz vor: 5 Prozent nach Anzahl oder Gewicht in Klasse I sowie 10 Prozent in Klasse II. Diese Toleranz steht neben der allgemeinen Gütetoleranz und ersetzt sie nicht. Wer bei der Wareneingangsprüfung nur die losen Früchte zählt, bewertet die Partie deshalb unvollständig.

Worauf der Einkauf achtet

  • Kelch und Stiel zuerst ansehen, welke oder braune Stiele fallen vor der Frucht auf
  • Vom Stiel gelöste Früchte am Boden des Gebindes zählen und gegen die eigene Toleranz der Norm halten
  • Gewicht je Rispe stichprobenartig wiegen, weil die Kalkulation je Kilogramm daran hängt
  • Fruchtzahl je Rispe und Rispenform gegen die Spezifikation prüfen, ein Millimeterkaliber steht hier nicht in der Norm
  • Kondenswasser nach dem Temperaturwechsel gilt nach der Norm nicht als anomale Feuchtigkeit, an Stiel und Kelch begünstigt es jedoch Grauschimmel
Längliche ovale Tomaten in kräftigem Rot liegen lose übereinander und füllen die gesamte Fläche.

Tomaten, Handelsform

Roma

Der längliche Handelstyp trägt eine zusätzliche Anforderung an die Länge im Packstück.

Roma zählt zum Handelstyp der länglichen Tomaten. Die Norm fasst darunter auch ovale, langovale, birnen- sowie herzförmige Früchte. Im Handel gilt Roma als festfleischiger Typ mit geringerem Saftanteil, weshalb er häufig für Verarbeitung und für Salatanwendungen spezifiziert wird.

Für längliche Tomaten der Klasse Extra und der Klasse I verlangt die Norm zusätzlich, dass die Früchte im Packstück annähernd die gleiche Länge haben. Diese Anforderung steht neben der Größensortierung nach dem Querdurchmesser. Wer Roma allein über einen Größencode spezifiziert, lässt die Längenverteilung offen.

Die Größencodetabelle gilt für Roma unverändert, gemessen wird der größte Querdurchmesser und nicht die Länge. Führen Sie eine Zielspanne für die Länge, nennen Sie sie zusätzlich in Millimetern, damit der Packbetrieb beide Größen sortieren kann.

Worauf der Einkauf achtet

  • Längenverteilung im Packstück prüfen, in Klasse Extra und Klasse I verlangt die Norm annähernd gleiche Länge
  • Blütenendfäule am Blütenansatz erkennen: eine eingesunkene verhärtete dunkle Zone, gelegentlich nur als schwarze Gewebspartie im Fruchtinneren
  • Vernarbte Risse messen, in Klasse II sind höchstens 3 cm zulässig
  • Festigkeit stichprobenartig prüfen, sofern Sie einen Zielwert führen, dazu Stichprobenumfang und Messverfahren vorher festlegen
Zwölf kleine runde Tomaten mit grünen Kelchblättern liegen einzeln in drei Reihen auf weißem Untergrund.

Tomaten, Handelsform

Cherry

Der kleinfrüchtige Typ wird unterhalb von 40 mm Durchmesser nicht zwingend nach dem Größencode sortiert.

Kirschtomaten bilden nach der Norm einen eigenen Handelstyp, der kleinfrüchtige Sorten aller Formen umfasst. Bei einem Durchmesser unter 40 mm ist die Größensortierung fakultativ. Damit tritt Ihre vertragliche Angabe an die Stelle des Größencodes, üblicherweise als Zielgewicht je Frucht oder als Füllgewicht je Schale.

Cherry läuft überwiegend in Verkaufsschalen. Das Schalenformat allein ergibt noch keine Kalkulationsgröße, erst die Zahl der Schalen je Steige macht die Position rechenbar. Beides gehört deshalb in die Anfrage, dazu die Angabe, ob Sie in Mehrweg oder in Einweg beliefert werden möchten.

Cherry gibt es lose sowie am Stiel als Kirsch-Rispentomaten. Für die Rispenform gelten dieselben Regeln wie bei großfruchtiger Rispenware: keine Größensortierung nach der Norm, dafür eine eigene Toleranz für Früchte, die sich vom Stiel gelöst haben. Die Kennzeichnung nennt in diesem Fall Kirsch-Rispentomaten und nicht nur Kirschtomaten.

Worauf der Einkauf achtet

  • Füllgewicht je Schale nachwiegen und dabei die Tara der Schale abziehen
  • Geplatzte Früchte zählen, radiale Risse ab dem Stielansatz entstehen bei starkem Wasserwechsel im Bestand
  • Kondenswasser in der geschlossenen Schale begünstigt Grauschimmel, deshalb auch Schalen aus den unteren Lagen öffnen
  • Bei Kirsch-Rispenware die vom Stiel gelösten Früchte gegen die eigene Toleranz der Norm halten
  • Etikett auf Handelstyp, Klasse und Ursprungsland prüfen, die Norm verlangt diese Angaben zusammenhängend auf einer Seite des Packstücks
Sieben kleine runde rote Tomaten hängen in zwei Reihen an einem kräftigen grünen Stiel, freigestellt auf weißem Untergrund.

Tomaten, Handelsform

Cocktail

Cocktail liegt zwischen Cherry und runder Ware und wird über das Zielgewicht je Frucht spezifiziert.

Die Norm führt Cocktailtomaten gemeinsam mit den Kirschtomaten als kleinfrüchtige Sorten, hervorgegangen aus den Varietäten Solanum lycopersicum var. cerasiforme und pyriforme. Für die Kennzeichnung sieht sie dennoch eine eigene Bezeichnung vor, sodass Cocktailtomaten auf dem Packstück als solche auszuweisen sind. Pflicht ist diese Angabe bei geschlossenen Packstücken, deren Inhalt von außen nicht sichtbar ist.

Im Handel liegt Cocktail zwischen Cherry und runder Ware. Unterhalb von 40 mm Durchmesser ist die Größensortierung der Norm fakultativ, dort arbeitet der Handel mit dem Zielgewicht je Frucht. Liegt Ihre Zielgröße darüber, greift die Größencodetabelle wieder, in diesem Fall nennen Sie uns bitte den Code statt eines Gewichts.

Cocktail läuft lose sowie am Stiel. Bei der Rispenform entfällt die Größensortierung vollständig, an ihre Stelle treten Gewicht je Rispe und Fruchtzahl je Rispe. Die Kennzeichnung lautet dann Cocktail-Rispentomaten.

Worauf der Einkauf achtet

  • Zielgewicht je Frucht nachwiegen, weil unterhalb von 40 mm kein Größencode auf dem Etikett steht
  • Einheitliche Reife und Färbung prüfen, die Norm verlangt sie in Klasse Extra und in Klasse I
  • Bei Mischpackungen unterscheidbarer Farben oder Handelstypen muss das Ursprungsland neben jeder Farbe und jedem Typ stehen
  • Kälteschaden erkennen: eingesunkene Stellen, wässrige Flecken sowie beschleunigte Fäulnis nach Rückkehr in die Wärme
  • Bezeichnung auf dem Packstück prüfen, Cocktailtomaten und Kirschtomaten sind kennzeichnungsrechtlich nicht dasselbe

Saison

Lieferfenster im Jahresverlauf

Das übliche Erntefenster der Herkunft liegt etwa zwischen Oktober und Mai. Am Rand des Fensters prüfen wir die Verfügbarkeit je Kalenderwoche und melden Ihnen das Ergebnis.

Hauptfenster Tomaten: Oktober bis Mai. Das sind acht von zwölf Monaten. Im Fenster liegen Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März, April und Mai. Außerhalb liegen Juni, Juli, August und September. Der Status lautet Verfügbarkeit auf Anfrage.

Das Hauptfenster umfasst Oktober bis Mai. Das sind acht von zwölf Monaten.

  • Monat im Hauptfenster
  • Monat außerhalb

Ein Quartal heißt voll, wenn alle drei Monate im Hauptfenster liegen. Es heißt teils, wenn ein oder zwei Monate darin liegen. Es heißt ohne, wenn kein Monat darin liegt.

Diese Angabe beschreibt das übliche Erntefenster. Sie ist eine Marktorientierung und keine Lieferzusage. Verbindlich wird ein Lieferfenster erst mit der Auftragsbestätigung.

Transport und Temperatur

Temperatur, Ethylen und Laufzeit

Tomaten sind kälteempfindlich. Der Transport Information Service des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft nennt einen Reisebereich von 10 bis 12 Grad Celsius bei rund 85 Prozent relativer Luftfeuchte. Unterhalb einer Pulptemperatur von 10 Grad Celsius kann es zu Kaltlagerschäden kommen, die Frucht verliert dabei Aroma und Festigkeit. Kälter zu fahren verlängert die Haltbarkeit bei dieser Ware nicht.

Der Schaden zeigt sich selten am Verladeort. Eingesunkene Stellen, wässrige Flecken sowie eine beschleunigte Fäulnis nach Rückkehr in die Wärme fallen erst an Ihrer Rampe auf. Wir legen die Zieltemperatur deshalb je Sendung im Transportauftrag fest und lassen keine Mischladung mit einer Durchschnittstemperatur verladen.

Tomaten produzieren Ethylen und reagieren zugleich empfindlich darauf. Der Transport Information Service stuft die Produktionsrate als mittel ein und die Empfindlichkeit als hoch. Für die Zusammenstellung einer Ladung heißt das: Tomaten laufen weder mit stark ethylenbildender Ware noch mit ethylenempfindlicher Ware wie Gurken gemeinsam.

Für 10 bis 12 Grad Celsius bei 85 Prozent relativer Luftfeuchte nennt dieselbe Quelle eine Lagerdauer von etwa 14 Tagen. Das ist ein Orientierungswert am Ausgangspunkt und keine Restlaufzeitzusage für Ihren Wareneingang. Die Mindestrestlaufzeit sowie ihren Bezugspunkt vereinbaren wir schriftlich, weil frisches Gemüse kein Mindesthaltbarkeitsdatum trägt.

  • Zieltemperatur je Sendung im Transportauftrag, keine Mischladung mit Durchschnittstemperatur
  • Temperaturlogger in der Ladung statt am Kühlaggregat, sonst ist der Messwert im Streitfall wertlos
  • Keine gemeinsame Ladung mit stark ethylenbildender oder mit ethylenempfindlicher Ware
  • Mindestrestlaufzeit in Tagen mit Bezugspunkt, also ab Packdatum oder ab Wareneingang

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu Tomaten

Antworten auf das, was der Einkauf zu Tomaten regelmäßig fragt.

Die Bestimmungen zur Größensortierung gelten nach Anhang I Teil B Teil 10 Abschnitt III der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2429 für Rispentomaten ausdrücklich nicht. Ein Millimeterkaliber je Einzelfrucht ist bei Rispenware damit keine Normgröße. Wir vereinbaren stattdessen Gewicht je Rispe, Fruchtzahl je Rispe sowie die gewünschte Rispenform. Führen Sie intern trotzdem ein Einzelfruchtkaliber, nehmen wir es zusätzlich auf und übersetzen es gegenüber dem Packbetrieb.

Unterhalb von 40 mm Durchmesser ist die Größensortierung fakultativ, dasselbe gilt für unregelmäßig geformte gerippte Tomaten sowie für Klasse II. Ab 40 mm greift die Codetabelle wieder, sofern nach Größen sortiert wird. Unterhalb dieser Grenze arbeitet der Handel mit dem Zielgewicht je Frucht oder mit dem Füllgewicht je Schale. Nennen Sie uns, mit welcher der beiden Größen Sie kalkulieren, damit die Spezifikation eindeutig bleibt.

Bei Tomaten verlängert Kälte die Haltbarkeit nicht, sie beschädigt die Ware. Der Transport Information Service des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft nennt einen Reisebereich von 10 bis 12 Grad Celsius und weist darauf hin, dass unterhalb einer Pulptemperatur von 10 Grad Celsius Kaltlagerschäden auftreten können. Sichtbar wird der Schaden meist erst nach Rückkehr in die Wärme, also an Ihrer Rampe. Wir legen die Zieltemperatur deshalb je Sendung fest und lassen keine Mischladung mit einer Durchschnittstemperatur verladen.

Klasse Extra ist eine Klasse der Vermarktungsnorm und keine Bezeichnung für besonders gute Ware. Sie verlangt ein sehr einheitliches Erscheinungsbild im Packstück, schließt Grünkragen aus und lässt außer sehr leichten oberflächlichen Fehlern nichts zu. Sortieraufwand und Ausschuss fallen entsprechend höher aus, weshalb Klasse Extra im Volumengeschäft selten läuft. Wir nennen sie erst, wenn der Packbetrieb die Sortierleistung für Ihre Woche und Ihre Menge bestätigt hat.

Vier Prüfungen decken die häufigsten Abweichungen ab: die Angaben auf dem Packstück gegen die Spezifikation, den Größenunterschied innerhalb des Packstücks gegen die Grenze der Norm, den Zustand von Kelch und Stiel bei Rispenware sowie die Zahl der Früchte mit Rissen, Grünkragen oder Druckstellen. Prüfen Sie dabei nicht nur die oberste Lage, weil der sichtbare Teil nach der Norm für den Gesamtinhalt repräsentativ sein muss. Ergibt die Stichprobe eine Abweichung, halten Sie sie gegen die Gütetoleranz der vereinbarten Klasse, bevor Sie beanstanden. Kälteschäden bleiben dabei ein Sonderfall, weil sie oft erst mit Verzögerung sichtbar werden.

Verbindlich wird eine Menge erst mit unserer Auftragsbestätigung. Bis dahin gilt für jede Handelsform auf dieser Seite der Status „Verfügbarkeit auf Anfrage“, auch mitten im Hauptfenster.